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Verteidigung der Freiheit in Lybien?

Geschrieben von: Redaktion   
29. März,
2011

nicht Leute – ÖL!

Lybien, Lybien – da war doch was? Ach ja, das Benzin an meiner Tankstelle wird aus lybischen Öl hergestellt. Und in Lybien ist jetzt Bürgerkrieg. Ein Teil der Bevölkerung möchte jetzt nicht mehr, von Muammar al-Gaddafi, der seit 40 Jahren an der Macht ist, regiert werden. So weit so gut. Jetzt will der Gaddafi aber nicht freiwillig abtreten und so hat es zwischen Aufständischen und Regierungstruppen bereits viele Tote gegeben. Das ist grundsätzlich zu verurteilen! Aber das ist keine Legitimation für andere Staaten, dort militärisch einzugreifen. USA, Frankreich und England (in Deutschland ist gerade Wahljahr, da kommt so was nicht gut an bei den Leuten) interessiert das natürlich wenig. Hier will ein Volk Freiheit und Demokratie und da muss man doch ganz uneigennützig eingreifen. Und einen „Völkermord“ verhindern!
Wo waren diese drei Staaten bloß, als im Kongo, in Ruanda, in Somalia Bürgerkriege und Völkermorde stattfanden. Wo waren da ihre Flugzeuge und ihre Willensbekundungen für Freiheit und Demokratie?

 
Nein, in Lybien geht einzig und allein um Öl. Und die dortigen Ölreserven werden sogar schon unter den Beteiligten ausländischen Mächten aufgeteilt. Zitat der FAZ:
 

Um über die Lage in Libyen und die Zukunft des Landes zu sprechen, kommen in London die Außenminister von über 35 Staaten zusammen. An der Konferenz nehmen auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der Präsident der Afrikanischen Union, Jean Ping, sowie Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen teil. Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) reist nach London. Ob Vertreter der Aufständischen teilnehmen, war unklar.

Wieso sollten auch Vertreter der Aufständischen dort teilnehmen. Es ist nicht vorgesehen, die dortigen Ölreserven in ihre Hände zu geben. Die NATO-Kriegskoalition hat erstes ökonomisches Kriegsziel erreicht! Die Ölanlagen in Brega sind endlich erobert. Die New Yorker Zeitung “Black Star News” brachte soeben kurz hintereinander zwei Artikel mit den Titeln “Libyscher Krieg: Imperialismus einfach und simpel” sowie “Der illegale libysche Öl-Kreuzzug der NATO“. Die traditionsreiche Zeitung der New Yorker Black Community “New York Amsterdam News” veröffentlichte einen Artikel von Molefi Kete Asante, in dem erklärt wurde, das Gaddafi immer da war, wenn Afrika ihn brauchte, und der dazu aufruft, dass Afrika sich nun an der Seite der legitimen Regierung von Libyen und des libyschen Volks stellen sollte.

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